Indigo (Nil): Der botanische Name lautet „Indigo Tinctoria“. Ursprünglich wurde die Pflanze in Indien gefunden, von wo aus sie in verschiedene Teile der Welt gebracht wurde. Den Indigobusch kennt die Menschheit schon lange. Es wurde kultiviert, um blaue und grüne Farben zu erzeugen. Im Iran wurde es in Khuzestan und in den südlichen Regionen angebaut. Mit der Entwicklung von künstlichem Indigo wurde die Züchtung von Indigopflanzen reduziert. Es gibt verschiedene Sorten von Indigopflanzen, aber alle enthalten ein oder zwei Farbstoffe. Wenn der

Blätter dieser Pflanze werden zerkleinert, eine grüne Substanz tritt aus und sobald sie mit Luft in Kontakt kommt, werden die Farben blau. Indigo ist eine der besten natürlichen Farbstoffe. Es widersteht dem Waschen sowie dem Reiben und die Farbe bleibt fest und schnell.

Farbstoff, Unkraut (Esparak): Botanischer Name „Reseda Luteola“. Es ist eine zweijährige Pflanze. Es produziert gelbe Farbe. Es wächst wild und reichlich im Iran. Durch ständige Lichteinwirkung ergibt der Farbstoff dieser Pflanze über viele Jahre hinweg eine schnelle gelbe Farbe. Dieser Farbstoff wurde im Iran intensiv verwendet. Trotz der leichten Verfügbarkeit chemischer Farbstoffe hat Reseda seinen Platz bei den Färbemitteln im Iran nicht verloren und wird nach wie vor intensiv genutzt.

Die Esparak-Pflanze wird auch kultiviert. Alle Teile der Pflanze enthalten Farbstoffe, aber die Wurzel und der obere Teil des Strauches, besonders die Blüte, geben die beste Farbe.

Kurkuma (Zardchubeh): Botanischer Name „Curcuma Longa“. Aus dem Wurzelstiel erhält man gewöhnliche Kurkuma. Wird es meistens zum Kochen verwendet und wächst im Iran in Hülle und Fülle. Kurkuma erzeugt bei verschiedenen Beizmitteln im Färbeprozess verschiedene Sorten Braun, Dunkel, Grau, Grüngelb und Orange.

Pflanzen, die Tannin enthalten: Granatapfel (Anar) Der botanische Name „Punica Granatum“ wurde erstmals im Iran angebaut und ist heute in verschiedenen Teilen der Welt zu finden. Die Fruchthaut wird zum Färben verwendet und es werden graue und dunkle Farben erhalten, sie werden mehr verwendet als andere Pflanzen, die Tannin enthalten. Die Menge der Tanninsubstanz in Granatapfel beträgt bis zu 40%.

Eiche (Balut): Der wissenschaftliche Name „Quercus Tinctoria“. Aus dem Stamm, Ästen und Rinden dieses Baumes werden große Mengen Tanninsubstanz extrahiert, die für medizinische Zwecke, Gerberei und Färberei verwendet werden. Die Tanninsubstanzen, die in der Rinde der Eiche mit verschiedenen Beizen enthalten sind, erzeugen gelb-orangee und braune Farben.

Walnut (Gherdu): Botanischer Name „Junglans Regia“. Walnussbäume kommen in Gebieten im Iran mit gemäßigtem Klima im Überfluss vor. Die Nussschale dieser Pflanze enthält Tannin zwischen 35 und 40%. Bei Verwendung verschiedener Beizen erzeugt das Tannin in der Schale braune und dunkle Farben.

Mirabalan (Halileh): Der botanische Name „Prunus Cerasifera Myrabolana“ ähnelt einer Pflaume und wird getrocknet, bevor sie reift. Es hat rund 45% Gerbstoff. Neben dem Färben wird es auch für medizinische Zwecke verwendet. Es gibt zwei Sorten dieser Pflanze. „Yellow Myrabolan“, aus dem gelbe Farben gewonnen werden, und schwarzes Myrabolan, aus dem schwarze und grüne Farben durch Verwendung verschiedener Beizmittel erhalten werden.

Andere Farbpflanzen: Die Blätter von Maulbeer-, Weinrebe-, Henna- und Platanenbäumen werden üblicherweise für die Entwicklung natürlicher Farbstoffe verwendet. Weiße Maulbeeren geben Gelb; schwarze Maulbeere und ihre Früchte, Veilchen; rote und gräuliche Farben werden mit verschiedenen Beizmitteln erzielt. Die Blätter der Weinrebe ergeben bei Kontakt mit galvanisiertem Eisen eine olivgrüne Farbe und bei Behandlung mit alkalischen Salzen fast Orange. Aus Platanenblättern werden helle und dunkelgrüne Farben erzeugt. Wenn Wolle mit Maisstroh gekocht wird, ergibt sich hellbeige; wenn sie mit Zwiebelschalen gekocht wird, wird sie rosa; und mit Hennablättern gibt es eine Jaspisgrüne Farbe.

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