Hamadan

Seit mehr als eintausend Jahren werden in und um Hamadan Teppiche geknüpft, wobei der Name Hamadan eine Oberbezeichnung für viele Teppiche aus der Region ist. Antike Hamadan sind momentan sehr begehrt. Geknüpft werden die Teppiche mit einem türkischen Knoten. Charakteristisch für einen Hamadan sind Medaillons und geometrische Muster

Die Stadt Hamadan liegt im Nordwesten des Irans und ist die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. In dieser Industriestadt werden seit mehr als tausend Jahren Teppiche geknüpft. Auch Gabbehs werden in Hamadan produziert. Auf dem Markt wird der Begriff Hamadan als ein Sammelname für Teppiche aus unterschiedlicher Herkunft verwendet. Zu der Hamadan-Teppichfamilie gehören zum Beispiel Bibikabad, Hosseinabad, Lilian, Malayer, Tuserkan und viele weitere. Die Teppiche wurden früher in einer staatlichen Manufaktur handgeknüpft, heutzutage werden sie in vielen privaten Knüpfereien gefertigt. Die Teppiche werden mit der Hamadan-Bindung geknüpft, d.h. es wird mit dem türkischen Knoten geknüpft und nicht mit dem persischen Knoten. Wenn eine Reihe fertig geknüpft ist, wird in der nächsten nur ein einzelner dicker Schussfaden eingewebt, dem dann wieder eine Reihe von Knoten folgt. Für die Kette wird Baumwolle verwendet, für den Schuss Wolle und für den Flor entweder Wolle oder Kamelhaar. Die dominierenden Farben sind Blau und Rot sowie manchmal Gelb. Die Muster unterscheiden sich. Ein zentral platziertes Medaillon und geometrische Formen sind häufig anzutreffen, gelegentlich auch tierische oder menschliche Motive. Besonders gefragt sind aktuell antike Hamadan, da diese qualitativ hochwertiger sind als die aktuellen Exemplare.

Hamedan hat sich im Laufe der Jahre zu einer regen Industriestadt mit Spinnereien, Färbereien und Knüpfereien entwickelt . Ein besonderer Vorteil für die Stadt ist, dass sie an einem Handelsknotenpunkt liegt und so werden Teppiche in Massen produziert und verkauft. Auf über 15.000 Knüpfstühlen in und um Hamedan werden Teppiche hergestellt und das seit mehr als tausend Jahren. Auf dem Markt wird der Name Hamedan aber auch als Sammelname für Teppiche mit anderer Herkunft verwendet. Auch in der Gabbeh Teppich-Produktion spielt Hamedan eine Rolle. In der Stadt selbst werden Teppiche in einer staatlichen Manufaktur geknüpft, in den privaten Knüpfereien werden bevorzugt kleine Formate geknüpft. Eine Besonderheit bei dieser Teppichgattung ist die sogenannte Hamedan-Bindung. Bei dieser wird mit dem türkischen Knüpfknoten gearbeitet. Wenn eine Reihe geknüpft ist, wird in der nächsten nur ein einzelner dicker Schussfaden eingewebt, dem dann wieder eine Reihe Knoten folgt. Als Material für die Kette dient Baumwolle, im Schuss Wolle und für den Flor wird entweder Wolle oder Kamelhaar verwendet. Die Farbgebung ist meist Blau, Rot, manchmal Grün, sowie die natürliche Farbe des Kamelhaars und Gelb in der Bordüre. Die Motive variieren sehr stark. In der Mitte des Teppichs erscheint oft ein Stabmedaillon, des Weiteren tierische und menschliche Motive. Zu der Hamedan-Teppichfamilie gehören u.a. Assad-Abad, Bibikabad,, Hosseinabad, Khamseh,, Lilian, Malayer,Tuserkan, Zanjan und viele weitere. Sehr gefragt sind in der heutigen Zeit semi-antike und antike Hamedan-Teppiche, die man in privaten Sammlungen findet.

Hosseinabad-Teppiche

Diese Perser-Teppiche werden in den Dörfern um die Stadt Hamadan im Nordwesten des Irans handgeknüpft. Daher werden Hosseinabad-Teppiche zur Familie der Hamadan-Teppiche zugeordnet. Gewöhnlich wird Wollflor auf Baumwollkette geknüpft, was die Teppiche sehr widerstandsfähig und daher langlebig macht. Ihre Muster ähneln dem Herati-Muster. Ihre durchlaufenden Designs werden sehr oft von mittig platzierten rautenförmigen Medaillons unterbrochen, jedoch werden diese Medaillons durch entsprechende Zwickel in den Ecken figurativ ausgeglichen. Die vorherrschend verwendeten Farben sind sanfte Rottöne, aber auch sanfte Schattierungen in Rosa oder Pink finden Verwendung.

Categories