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Kashan Perserteppiche aus der traditionsreichen Teppichstadt Kashan im zentralen Iran gehören zu den begehrtesten der Welt — geschätzt für klassische Medaillonmuster, tiefe Rot- und Blautöne sowie eine repräsentative Eleganz für anspruchsvolle Wohnräume.
















































Wer die Quintessenz des persischen Orientteppichs sucht, kommt an einem authentischen Keshan Teppich (auch Kashan Teppich) nicht vorbei. Diese traditionsreichen Knüpfwerke aus der historischen Oasenstadt Kaschan im Zentraliran verkörpern seit über fünf Jahrhunderten den formalen Höchststandard höfischer Textilkunst. Charakterisiert durch prachtvolle florale Ornamente, harmonisch ausbalancierte Mittelmedaillons (Toranj) und eine unverwechselbare Farbpalette aus samtigem Krapprot, tiefem Indigoblau und noblem Elfenbein, gilt ein Keshan weltweit als der Inbegriff des klassischen Orientteppichs.
Gefertigt aus erstklassiger, lanolinreicher Kork-Schurwolle oder reiner Naturseide auf festem Baumwollgrund, zeichnen sich Keshan-Knüpfungen durch herausragende Strapazierfähigkeit, formstabile Schwere und einen seidenweichen Flor aus. Entdecken Sie in der Kollektion von RugEast handverlesene Keshan-Unikate – von meisterhaften Neuinterpretationen bis hin zu hochdotierten antiken Sammlerstücken aus den berühmten Werkstätten der Mohtasham-Epoche.
Die traditionsreiche Handels- und Oasenstadt Kashan liegt in der Provinz Isfahan am Rande der großen Salzwüste Dasht-e Kavir, an den nördlichen Ausläufern des Karkas-Gebirges. Diese exponierte Lage zwischen Wüstenklima und Gebirgsquellwasser schuf einzigartige Bedingungen: Die Schafherden der umliegenden Hochebenen liefern eine besonders widerstandsfähige, dichte und fettreiche Wolle (Korkwolle), während das kalk- und mineralarme Wasser der berühmten Fin-Gärten ideale Voraussetzungen für das Waschen und Färben der Garne bot.
Bereits vor Jahrtausenden war die Region um den nahegelegenen Siedlungshügel Tepe Sialk (ca. 6000 v. Chr.) ein florierendes Zentrum für Töpferei, Textilveredelung und Architekturkeramik. Aus dem persischen Wort für glasierte Fliesen (Kashi) leitet sich bis heute der Name der Stadt ab. In der persischen Literatur und Kultur wird Kashan stolz als "Stadt der Rosen", Heimat meisterhafter Architekten und Wiege der persischen Teppichrenaissance gefeiert.
Die traditionellste und berühmteste Ausführung. Das tiefe, warme Krapprot (Laki) bildet das Grundfeld für das blau-weiße Zentralmedaillon und die reich ornamentierten Eckzwickel (Lachak). Diese Farbkomposition verleiht repräsentativen Räumen wie dem Esszimmer oder Salon eine majestätische Wärme.
Ein Keshan Teppich in Blau (Nachtblau oder Kobaltblau) zählt zu den gesuchtesten Varianten für moderne Wohnkonzepte. Das edle Indigo bildet einen ruhigen, noblen Kontrast zu hellen Elfenbein- und Creme-Arabesken, der sich perfekt als beruhigender Wohnzimmerteppich einfügt.
Im Gegensatz zum klassischen Medaillondesign verzichtet das *Afshan*-Muster auf ein Zentrum. Unendlich scheinende Ranken, Palmetten und Blüten fließen gleichmäßig über das gesamte Feld – ideal, um Tische oder Sitzgruppen frei auf dem Teppich zu platzieren.
Benannt nach dem legendären Meisterweber Haji Mulla Hasan Mohtasham aus dem späten 19. Jahrhundert. Gekennzeichnet durch extrem feine Korkwolle, lila- und goldfarbene Seidenkettfäden und unvergleichliche Detailpräzision.
Die Blütezeit der Kashan-Knüpfkunst begann im 16. Jahrhundert unter der Herrschaft von Shah Abbas I. (Safawiden-Dynastie). Der Schah etablierte in Kashan königliche Hofateliers, die ausschließlich Prunktextilien für den Hof und Geschenke an europäische Monarchen fertigten. Berühmte Textilkunstwerke der Renaissance – darunter Teile des weltberühmten Ardabil-Teppichpaares sowie die mit Gold- und Silberfäden durchwirkten Polonaise-Teppiche für europäische Fürstenhäuser wie die polnischen Vasa-Könige – wurden in den Werkstätten Kashans geknüpft.
Nach einer Phase des Niedergangs im 18. Jahrhundert erlebte Kashan im späten 19. Jahrhundert (Qajar-Dynastie) eine spektakuläre Renaissance. Angeführt von dem visionären Meister Haji Mulla Hasan Mohtasham und renommierten Kaufmannsfamilien wie Tabatabai und Borujerdi wurden Ateliers für höchste Knüpfkunst neu belebt. Mohtasham führte die Verwendung von importierter Merinowolle und feinster einheimischer Korkwolle ein. Teppiche mit der Signatur oder dem unverwechselbaren Stil Mohtashams zählen heute auf internationalen Kunstauktionen bei Sotheby's und Christie's zu den wertvollsten textilen Wertanlagen der Welt.
Die legendäre Langlebigkeit eines Keshan-Teppichs beruht auf einer kompromisslosen Materialauswahl und einer hochstabilen Gewebearchitektur:
Jeder echte Keshan-Teppich erzählt durch seine Motive eine philosophische Geschichte des Paradiesgartens. Das klassische Layout setzt sich aus präzise aufeinander abgestimmten Designelementen zusammen:
Das Toranj-Medaillon: Das rauten- oder mandelförmige Mittelmedaillon symbolisiert die Sonne oder das göttliche Zentrum des Kosmos. Oft wird es von zwei stilisierten Hängelampen (Ghadiri) flankiert, die an die Erleuchtung in heiligen Hallen erinnern.
Shah-Abbasi-Palmetten & Eslimi-Spiralen: Das Feld wird durchzogen von geschwungenen Arabesken und floralen Fächerpalmetten, die nach dem Safawiden-Herrscher Shah Abbas benannt sind. Sie stehen für ewiges Wachstum, Fruchtbarkeit und die Unendlichkeit der Natur.
Lachak (Die Eckzwickel): Die vier Ecken des Innenfeldes spiegeln in der Regel ein Viertel des zentralen Medaillons wider und schaffen so einen harmonischen, architektonisch geschlossenen Rahmen für das florale Zentrum.
Der Marktwert eines Keshan-Teppichs wird von klaren, transparenten Qualitätskriterien bestimmt:
Dank seiner dichten Knüpfung und der strapazierfähigen Korkwolle eignet sich ein Keshan für vielfältige Wohnbereiche. Im großzügigen Wohnzimmer bildet er das stilprägende Herzstück vor schlichten Polstermöbeln. Im Essbereich unter schweren Massivholztischen erweist sich die dichte Doppelschuss-Konstruktion als unempfindlich gegenüber Druckstellen – entdecken Sie dazu auch unsere Auswahl robuster Esszimmerteppiche.
Bei RugEast erwerben Sie ausschließlich geprüfte, handgeknüpfte Originale mit offiziellem Herkunftsnachweis und Echtheitszertifikat. Holen Sie sich ein Stück persischer Kulturgeschichte und vollendeter Handwerkskunst in Ihr Zuhause.
1. Was zeichnet einen echten Keshan (Kashan) Teppich aus?
Ein echter Keshan zeichnet sich durch das klassische Medaillon-Ecknischen-Design (Toranj & Lachak), detailreiche Shah-Abbasi-Blütenmuster, die Verwendung von feiner Kork-Schurwolle und eine stabile Doppelschuss-Webstruktur mit asymmetrischem persischem Knoten aus. Typische Farben sind edles Krapprot, dunkles Indigoblau und Creme.
2. Was bedeutet die Bezeichnung "Mohtasham-Kashan"?
Mohtasham-Kashan bezieht sich auf Meisterknüpfungen aus der Werkstatt von Haji Mulla Hasan Mohtasham aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sie gelten als die feinste Qualitätsstufe der Kashan-Teppiche, gefertigt aus seidig glänzender Korkwolle, oft mit Seidenkette und unvergleichlich filigranen Ornamenten.
3. Wie hoch ist die Knotendichte bei Keshan Teppichen?
Standard-Knüpfungen aus Kashan liegen bei etwa 250.000 bis 350.000 Knoten pro Quadratmeter. Hochwertige Korkwoll- und Seidenteppiche erreichen mühelos 400.000 bis über 650.000 Knoten/m², was die exakte Ausarbeitung der feinen Blütenranken ermöglicht.
4. Eignen sich Keshan Teppiche für stark beanspruchte Räume?
Ja. Durch die feste Doppelschuss-Bindung und die lanolinreiche Korkwolle sind Keshan-Teppiche äußerst strapazierfähig, trittfest und schmutzabweisend. Sie eignen sich hervorragend für Wohnzimmer, Essbereiche und repräsentative Eingangszonen.
5. Wie pflegt und reinigt man einen Keshan Teppich richtig?
Saugen Sie den Teppich 1–2 Mal pro Woche vorsichtig mit flacher Düse in Florrichtung ab (ohne rotierende Bürsten). Flüssigkeiten sollten sofort mit einem sauberen Tuch ohne Reiben aufgesaugt werden. Alle 5 bis 7 Jahre empfiehlt sich eine professionelle biologische Handwäsche durch einen Fachbetrieb, um die natürlichen Wollfette aufzufrischen.