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Erkunden Sie die exquisite Kunst der Kerman-Teppiche
















































Entdecken Sie die Faszination der Kerman Teppiche: feine Handknüpfkunst, reiches Farbspektrum, ikonische Muster – von Gebetsteppichen bis zu Bildteppichen. Unten finden Sie Herkunft, Geschichte, Färbung, Design, Technik, Maße & berühmte Designer – plus Tipps, wo Kerman-Teppiche zu Hause besonders gut wirken.
Die Provinz Kerman grenzt im Norden an Chorasan, im Osten an Belutschistan, im Westen an Yazd & Fars und im Süden an Hormozgan. In vorislamischer Zeit als Buniya und Karamania bekannt; das historische Zentrum hieß Gwashir/Bardshir, in sassanidischer Zeit lag es in Sirjan. Einer Überlieferung zufolge wurde Kerman im 3. Jh. n. Chr. auf Befehl von Ardeschir I. gegründet.
Etymologie (Fereydoun Joneydi): Ker (Berg) + -man (Ort) → "Gebirgsregion" – passend zur Topografie von Stadt und Provinz.
Webkunst prägte Kerman seit jeher. Arabische Geografen erwähnen Rug- und Filzherstellung; Marco Polo berichtet von Textilien aus Seide & Gold mit Vogel-/Tiermotiven. In der Safawidenzeit erlangte Kerman Berühmtheit für luxuriöse Seiden und herausragende Teppichwerkstätten (u. a. Alam Ara-ye Abbasi). Jean Chardin nannte Kerman eines der aktivsten Webzentren; die aufwendigen "Vasenteppiche" gelten als Markenzeichen der Epoche.
Trotz Zerstörungen nach 1732 blieb die Fertigkeit erhalten; im 18./frühen 19. Jh. setzten signierte Teppiche Maßstäbe. Später halfen Tabrizer Kaufleute beim Wiederaufschwung; internationale Firmen (z. B. OCM, Castelli, Otto Brandly) wirkten mit. In den 1920ern gingen bis zu 90 % der Kerman-Teppiche in die USA.
Bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte man ausschließlich Naturfarben; heute dominieren stabile chemische Farbstoffe, teils in Kombination. Kermans Färber sind für Vielfalt bekannt: meist 15–30 Nuancen pro Teppich – häufige Töne sind Rot & Rosa (traditionell aus Cochenille und Henna). Ein Revival natürlich gefärbter Wolle entsteht in spezialisierten Werkstätten (Kerman, Ravar, Rafsandschan).
Mehr erfahren: Persische Teppiche
Kermans Textil- & Teppichtradition reicht weit zurück; zur Regierungszeit Schah Abbas I. florierten Schal- und Brokatweberei. Obwohl die ältesten erhaltenen Kerman-Teppiche ca. 400 Jahre alt sind, deuten Muster & Techniken auf >1000 Jahre Kontinuität. Gegen Ende des 19. Jh. gründeten britische, italienische und amerikanische Firmen Werkstätten für den Westen (u. a. OCM, Castelli). Weltkriegs- und Wirtschaftskrisen bremsten die Branche; in den 1930ern stärkte die Iranische Teppichgesellschaft in Ravar erneut die Produktion.
Castelli (Istanbul/Täbris/New York) eröffnete 1909 eine Filiale in Kerman; weitere britische und US-Importeure folgten und belebten das